Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Ebermannsdorf

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Ebermannsdorf
Die geschichtliche Abhandlung über die Ebermannsdorfer Feuerwehr wurde von Manfred Klemm zum 100-jährigen Gründungsjubiläum erstellt. Inhaltlich trifft vieles auch auf die beiden anderen Feuerwehren der Gemeinde zu. Deshalb wird die sehr ausführliche Aufarbeitung in gekürztem Umfang für diese Chronik übernommen. Der Verfasser hofft, dass die Leser und besonders die Diebiser und Pittersberger Wehren, die er in keiner Weise weniger schätzt, Verständnis für die wesentlich längere Darstellung der Ebermannsdorfer Feuerwehr aufbringen werden.

1892 - 1930 - 1. Abschnitt
Aus einer Liste über distriktliche Mittel von 1870 geht hervor, dass es im Distrikt Amberg keine Gemeindefeuerwehren und nur vier Freiwillige Feuerwehren gab. Als Ausrüstung sind drei Lang-, 12 Druck- und 38 kleine Spritzen aufgeführt. Lokallöschordnungen fehlen. Zu der Zeit existierten in der gesamten Oberpfalz 96 Gemeindefeuerwehren und 117 Freiwillige. Für den Bezirk Amberg wurde am 31. Januar 1884 eine Distrikt-Feuerlöschordnung erlassen. U.a. war danach der Bürgermeister für das Feuerlöschwesen verantwortlich. Er teilte turnusgemäß den Feuerreiter und Fahrdienst ein, wobei die Schilder „Spritzenfahrdienst“, „Requisitenfahrdienst“ und “Feuerreiterdienst“ deutlich sichtbar an den entsprechenden Haustüren anzubringen waren. 1886 hatten im Bezirksamt Amberg von 59 Gemeinden nur 29 Freiwillige Feuerwehren. Damit nahm Amberg unter den 136 Bezirksämtern den 112. Platz ein. In einer Aufstellung von 1887 über den Zustand der Feuerwehren im Landkreis wird auch Ebermannsdorf aufgezeigt. Danach verfügte die Ortschaft über eine Pflichtfeuerwehr von 38 Mann, weil nach der Distrikt-Feuerwehrordnung (s.o.) jeder männliche Gemeindebürger vom zurückgelegten 18. bis zum vollendeten 55. Lebensjahr zum Feuerwehrdienst verpflichtet war.
Die Ausrüstung bestand aus 2 kleineren Spritzen ohne Räder, 19 Feuerlöscheimern aus Leder, vier Dachleitern und sechs Feuerhaken. In den Rubriken Übungen, Feuerhaus und Bespannung, Feueralarm, Feuerreiterdienst, Wasserleitung und Hydranten, Hochreservoir prangt jeweils ein kleiner, aber unübersehbarer Strich. Allerdings scheint die Trinkwasserversorgung durch 10 Brunnen im Ort und den Elsenbach (=Eisenbach, heute Eselsbach) einigermaßen gesichert gewesen zu sein, jedoch gewiss nicht für Feuerlöschzwecke. Die Gründung der FFW Ebermannsdorf erfolgte durch Johann Widenbauer, J. Schröcker. Jo. Lehner, G. Moser, Josef Graf, Josef Gresser, W. Baumer, J. Gietl, K. Rebler, G. Fleischmann und Anton Fleischmann am 26. Januar 1892. Laut Geräteverzeichnis waren folgende Ausrüstungsgegenstände vorhanden: 1 Handdruckspritze für Pferdegespann, einige Helme und Beile, 1 ausziehbare Doppelleiter sieben Meter hoch. 1895 ist Ebermannsdorf unter den 36 gemeldeten Freiwilligen Feuerwehren des Bezirksamtes Amberg endlich auch vertreten. Das Protokollbuch aus dieser Zeit liegt noch vor, beginnt aber mit einem Eintrag vom 18. Mai 1930. Aus anderen Quellen steht fest, dass 1912 ein Feuerwehrgerätehaus gebaut wurde. Der 1. Weltkrieg schlägt auch Lücken in die Reihen der Feuerwehren und macht vielerorts das Einsetzen von Pflichtwehren wieder nötig, denen der Bayerische Staatsanzeiger vom 1. April 1917 schlechte Übungsbeteiligung vorwirft. Es mangelt jedoch nicht nur an der Einstellung der Gemeinden und Feuerwehrleute, sondern am nötigen Geld, um die FW-Ausrüstungen zu ergänzen und zu erneuern. Dies ist beim Brand auf dem Schlossgut am 14. Dezember 1921 auch zu spüren. Nur das Wetter verhindert eine noch größere Katastrophe. Die Brandentschädigungssummen steigen wegen der mangelnden Einsatzbereitschaft und vermehrter, gezielter Brandstiftungen in diesen Jahren von 4 auf 6 Millionen Reichsmark. Die Inspektionsberichte des Bezirks-Feuerwehr-Vertreters über die FFW Ebermannsdorf passen genau in dieses Zeitbild. Die FW-Geräte sind in einem „erbärmlichen Zustand“, die Feuerhaken sofort herzurichten und eine neue Leiter ist anzuschaffen. Um die Wasserversorgung steht es sehr schlecht. Nach einem Schreiben des Bürgermeisters an das Landratsamt am 11.10.1925 wurde die geplante Wasserreserve wegen Geldmangels noch nicht hergestellt: “......geht es sehr hart, die Bezirks- und Schulumlage nach Theuern zusammenzubringen - durch Gemeindedienst (Anm.: empfohlen vom Bezirksamt) geht es überhaupt nicht, da keiner etwas umsonst für die Gemeinde tun mag.“ Die Angelegenheit gestaltet sich danach wie folgt: 17.01.1926 Lt. Beschluss des Gemeinderats kann ein Feuerlöschteich wegen Geldmangels nicht angelegt werden. 17.06.1926 „1. kein Geld, 2. kein Platz, man kann nichts anderes machen, als sich auf den Graben (vermutlich Eselsbach) verlassen, wenn das Wasser vorhanden ist.“ Offensichtlich verlief die Angelegenheit im Sande, da in Ebermannsdorf nie ein Feuerlöschteich angelegt wurde. Dafür feierte die Wehr am 27. Mai 1927 Fahnenweihe.

 

 

Sorge bereitete dem Staatsmi-nisterium des Innern die Abgabe von Freibier und das Rauchen bei Bränden. 1928 heißt es in einem Rundschreiben, dass während eines Brandes und bei Aufräumungsarbeiten vom Brandleider oder der Gemeinde Freibier in sehr ausgie-bigen Mengen gereicht wurde. Dies führe zu Reibungen mit der Polizei. Statt der alkoholischen Getränke sollten Erfrischungen geboten werden, die nicht zur Trunkenheit führen. Bezüglich des Tabakkonsums ist zu lesen: „Abgesehen von Erwägungen der Manneszucht, die dem Rauchen im Dienst entgegenstehen“, gibt es auch noch andere Gründe, die das Rauchen verbieten lassen. Leider haben wir keine Kenntnis, wie sich die Ebermannsdorfer Feuerwehrleute diesbezüglich verhielten. Ob sie tugendsamer waren als ihre Kameraden in anderen Wehren?

1930 - 1945 2. Abschnitt
Statt irgendwelcher Brandeinsätze vermerkt der Protokollführer bis 1933 nur angenehme, bedeutende Ereignisse, obwohl am 13. Januar 1932 das Anwesen Kölbl niederbrennt, das Gehöft Steinbauer in Mitleidenschaft gezogen wird, die Schweine des Landwirts Widenbauer umkommen und der Stadel vom Graf-Hof Feuer fängt. Der Besuch des Kronprinzen von Bayern 1930 beim Schlossherrn von Ebermannsdorf fand die entsprechende Würdigung. Die Bevölkerung des ganzen Dorfes, zahlreiche Auswärtige und die Feuerwehren aus Theuern, Hofstetten und Ebermannsdorf hatten sich mit ihren Fahnen eingefunden, um seiner Königlichen Hoheit und „dem alten und angestammten Herrscherhause“ einen begeisterten Empfang zu bereiten. Dankbar wird vermerkt, dass sich „seine königliche Hoheit“ mit mehreren Feuerwehrmitgliedern unterhielt und besonders, dass Baron von Feilitzsch der FFW Ebermannsdorf 25 Mark stiftete. So wird „dieser Tag in der Geschichte für Ebermannsdorf ein Ehrentag bleiben“. Der Baron erweist sich auch sonst als Gönner der FW, nicht nur durch regelmäßige Spenden, sondern auch durch Bereitstellung von Fuhrwerken zu diversen Fahnenweihen u. dgl. In der NS-Zeit nimmt die NSDAP nach und nach immer mehr Einfluss auf die Vereine allgemein und die Feuerwehren im Besonderen. Sie verlieren allmählich ihre Eigenständigkeit und werden „gleichgeschaltet.“ Unterweisungen, Appelle, Generalappelle, strenge Kontrollen zielen auf militärische Verfügbarkeit. Mängel führen zur Auflösung Freiwilliger und Umwandlung in Pflichtfeuerwehren, die der Feuerlöschpolizei unterstellt sind. Die Ebermannsdorfer Löschtruppe muss sich 1935 und 1938 bei zwei Bränden im Gut bewähren. Die wachsende Bedeutung der Feuerwehren für den Luftschutz (Erlass 1938) bekam auch die Ebermannsdorfer Wehr zu spüren. 1939 verfügt sie über einen halben Löschzug, bestehend aus 27 Mann und einer Saug- und Druckpumpe. Damit hatte sie nach besonderen Anweisungen der Regierung in Regensburg (23.02.1940) „unverzüglich mit Mannschaft und Gerät“ ihrer Verpflichtung zum Schutz von Flugplätzen zu entsprechen. Ebermannsdorf hatte damals eine ständige Feuerwache auf dem Fliegerhorst Schafhof zu stellen. Diese Regierungsanweisung ging am 14.03.1940 vom Landratsamt auch an die Gemeinden Pittersberg und Diebis, außerdem nach Hahnbach, Großschönbrunn und Adelholz. Nachbarliche Löschhilfe hatte unentgeltlich bis zu einer Entfernung von 15 km über die Gemeindegrenze hinaus zu erfolgen. Die Zuständigkeitsbereiche wurden im Landratsamt aufgelistet. Seltsamerweise heißt es hier in einem Schreiben vom 20.November 1941, dass zum Löschhilfebereich der Ebermannsdorfer Wehr Poppenricht gehört, wogegen Pittersberg nicht erwähnt ist. Mit dem Fortschreiten des Krieges wuchs für die Feuerwehren verstärkt das Problem, genügend Leute in Bereitschaft zu haben. Dem begegnete man zunächst mit einer Erweiterung der Altersgrenzen für FW-Mitglieder und der Zuziehung der HJ (=Hitlerjugend) zum FW-Dienst. Dieser war lt. Runderlass des Reichsführers SS und Chefs der Deutschen Polizei vom 13.04.1941 „keine Spielerei, sondern Kriegsaufgabe im Dienste der Landesverteidigung“. 1942 werden die Feuerwehren der SS- und Polizeigerichtsbarkeit unterstellt,
nicht aber die HJ-Feuerwehr-Scharen. Um die ständig wachsenden Lücken zu schließen, können ab dem 1. April 1943 auch Frauen zum FW-Dienst verpflichtet werden. 1944 hat „der Führer“ entschieden, dass sie auch als Fahrer eingesetzt werden dürfen. Die Einsatzreserve von 50% muss unbedingt gewährleistet sein. Der Kreisfeuerwehrführer in Amberg meldet jedoch am 9. März 1945, dass die Ausbildung weiblicher FW-Kräfte am Fehlen von Uniformen scheitere. „Der FW-Dienst in Frauenkleidern ist sehr schwierig.“ Als Einsatztruppe für den Schafhofer Flugplatz ist als sicher anzunehmen, dass auch die Ebermannsdorfer Wehr regelmäßig Schießlehre und -übungen mitzumachen hatte. Immer noch mangelhaft erscheint 1943 die Wasserversorgung in Ebermannsdorf. Der Bürgermeister wendet sich um Unterstützung an den Landrat, da er „die Verantwortung alleine nicht mehr tragen kann.“ Der Kreisfeuerwehrführer stellt daraufhin am 18.04.1943 fest, dass das Wasser ausreiche. Die Versorgung sei durch den Fürstenweiher gewährleistet. Allerdings müsse für den östlichen Teil der Ortschaft, dort wo die Kanalleitung beginnt, eine Stauung und für den südlichen Teil eine weitere „mit Pfosten aus Beton und 5 cm-Holzbalken“ angebracht werden. Ob dieser Vorschlag sinnvoll war, ist bei der unsicheren Wasserführung des Fürstenweihers, der durch den Eselsbach gespeist wird, sehr fraglich. Die Einträge zwischen dem 4. Februar 1941 und dem 17. Februar 1951 wurden entfernt, so dass gerade über diese schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre das Protokollbuch keine Aufschlüsse bietet.

1945 – 1992 – 3. Abschnitt
1946 wird für die Ebermannsdorfer Feuerwehr eine gebrauchte Motorspritze angeschafft. Im Protokollbuch beginnen die Einträge erst wieder 1951. Sechs Jahre nach dem unrühmlichen Ende des furchtbaren Krieges, der auch in Ebermannsdorf eine um jeden Einzelnen zu lange Gefallenenliste hinterließ, beginnt sich das Feuerwehrleben wieder zu regen. Am 17. Februar 1951 vermerkt das Protokollbuch die erste Generalversammlung mit Neuwahlen. Die neue Vorstandschaft bemüht sich auch gleich um Verbesserungen der FW-Ausstattung. Ein Schlauchtrockenturm wäre dringend nötig. Der entsprechende Antrag an das Landratsamt wird jedoch am 2. September 1951 vom Gemeinderat vermutlich wegen des schlechten Zustands des Gerätehauses zurückgezogen, zwei Jahre später doch bewilligt. 1953 geschieht endlich für die Wasserversorgung etwas durch den Bau eines Löschbrunnens. Der Zuschussantrag dafür wird zunächst im März 1955 wegen Geldmangels abgelehnt, schließlich aber doch anerkannt, allerdings erst nach einem durch das Wasserwirtschaftsamt überwachten Pumpversuch, der zur vollsten Zufriedenheit ausfällt. Mit Stolz berichtet der Schriftführer im Protokoll Nr. 47 vom 16. Mai 1953 von einem Brand in Hofstetten (dem ersten im Protokollbuch), der Scheune und Stallungen vernichtete. „Es konnte nur mehr ein Weitergreifen des Feuers durch unsere Wehr, die am ersten erschienen war, verhindert werden.“ Dass es trotz der Bemühungen der FW-Führung um die Feuersicherheit in Ebermannsdorf nicht zum Besten bestellt war, beweist wohl der Rücktritt des damaligen Kommandanten am 2. Juni 1956 wegen „Unverantwortlichkeit der Feuersicherheit“. Der Kreisbrandinspektor stellt in seinem Bericht vom 27. September 1962 neben der fehlenden Dienstbekleidung und dem noch nicht fertigen FW-Haus solche Mängel fest, dass ihm der FW-Betrieb gefährdet erscheint. Dabei hatte man erst eine TS 8/8 und 6 B-Schläuche erhalten. Das Gerätehaus wird gänzlich in Eigenleistung errichtet und 1963 eingeweiht. Gleichzeitig erhält die Wehr auch ein Auto. Immer noch erweist sich die Wasserversorgung als das größte Problem. Es wird erst 1967
mit dem Bau der allgemeinen Wasserleitung gelöst. Bei einer Übung im September 1963 ist der Löschbrunnen nach einer Viertelstunde fast erschöpft. Eine sichere Wasserquelle stellte damals nur der Brunnen auf dem Grundstück des Bürgermeisters mitten im Ort dar. Damit lag ein durch Straßenverkehr stark gefährdetes Wasserschutzgebiet im Kern des Dorfes. Die neue Aufgabe „Öl-Alarm“ gewann durch diese Umstände für die Ebermannsdorfer Wehr besondere Bedeutung. Mit dem Wachsen des Ortes erweiterte sich auch der Wirkungsbereich der Feuerwehr. Am 14.November 1975 erhält die FW ein neues Fahrzeug. Es macht im FW-Haus einen Umbau nötig, den der 1. und 2. Kommandant rechtzeitig ausführten. In der Jahresversammlung am 1. April 1978 wird die Gründung einer Löschgruppe aus Männern beschlossen, die alle am Ort beschäftigt sind. Am 12.Februar 1979 macht sich bei einem Brandeinsatz erstmals das Fehlen des schweren Atemschutzes schmerzlich bemerkbar. Obwohl die Ebermannsdorfer FW-ler rasch an der Brandstelle sind, müssen sie das Eintreffen der Amberger Wehr abwarten. Vom 12. bis 19. Juli 1980 führen der 1. Kommandant und der Gerätewart die Außen- und Innenrenovierung des FW-Gerätehauses kostenlos durch. 1984 bekommt die Wehr Funkausstattung. In der Mitgliederversammlung vom 28.April 1990 wird eine neue Vereinssatzung und die Beantragung des Eintrags in das Vereinsregister beschlossen, der am 15.März 1991 unter Nr. 612 erfolgt. Zunächst gilt es jedoch, das Hundertjährige mit all seinen traditionellen Gepflogenheiten vorzubereiten. Fahnenmutter Hilde Elsner kümmert sich, unterstützt von der Fahnenbraut Marianne Widenbauer, um die
Belange der je 19 Festdamen bzw. -mädchen. Sie werden in ihren attraktiven, weinroten Galakleidern ein genüsslicher Glanzpunkt der Jubiläumstage und der Auftritte der Ebermannsdorfer Wehr bei auswärtigen Anlässen im folgenden Jahr sein. Festleiter Hermann Schrott hat einen guten Monat vor dem Großereignis wohl am meisten um die Ohren, löst seine vielseitigen Aufgaben aber mit Ruhe und Umsicht bravourös. Die unter der organisatorischen Leitung von Gemeinderat Albert Gruber und mit der sprachlichen Ausarbeitung von Manfred Klemm, der den historischen Werdegang der FW mit Geschichten, Sprüchen und Witzen würzte, erstellte Festschrift erfährt bei der Jahreshauptversammlung im April 1992 uneingeschränktes Lob. Eine neue Fahne für 17.350 DM ist bestellt. Das Patenbitten bei der FFW Theuern stößt nach demutsvoller, holzscheiteltlkniender Darbietung des innigen Wunsches um Übernahme der Jubiläumspatenschaft nicht auf taube Ohren, zumal das Anliegen
durch ein ansehnliches Fass Bier unwiderstehliche Unterstützung erfährt. Aus dem Feuerwehralltag berichtet Kommandant Herbert Jäger über fünf Einsätze und acht Funkübungen und Jugendleiter Alfons Hollweck vom Ablegen der Jugendspange in Sulzbach-Rosenberg. Endlich wird vom 22. bis 25. Mai das große Jubiläum mit allem überlieferten Pomp gebührend gefeiert. Eine illustre Anzahl Ehrengäste – angeführt von Schirmherr Bürgermeister Willy Jäger, Ehrenschirmherr Landrat Dr. Hans Wagner sowie Staatssekretär MdB Rudolf Kraus - reiht sich ebenso in den stattlichen Festzug wie die zahlreichen örtlichen Vereine und die über 70 auswärtigen Feuerwehren. Im Festzelt auf dem Sportplatzgelände verteilen 1.Vorsitzender Ferdinand Preischl und Ehrenkommandant Michael Elsner sen. 250 Erinnerungsbilder als besondere Aufmerksamkeit an verdiente Mitglieder und Gäste. Das Fest ist organisatorisch und finanziell ein voller Erfolg, die Bezahlung der teueren Fahne kein Problem mehr. Mit einem Essen wird der Einsatz der engagierten, zuverlässigen Mitarbeiter bei der Vorbereitung und Durchführung des hundertjährigen Jubiläums angemessen gewürdigt.

1992 – 2004 – 4. Abschnitt
Im FW-Alltag erzwingen veränderte Verhältnisse wie das Wachsen von Ebermannsdorf und der Auf- und Ausbau des Industriegebiets Schafhof sowie der ständig zunehmende Verkehr auf der Bundesstraße 85 erhöhte Anstrengungen sowohl seitens der Gemeinde als auch der Feuerwehr. Ein neues Gerätehaus ist bereits im Bau. Leider kann Willy Jäger seine Einweihung am 15. August 1993 nicht mehr erleben. Die Ebermannsdorfer Wehr gedenkt seiner bei der Jahreshauptversammlung im März. Mit Begeisterung stellen sich den gesteigerten Anforderungen besonders die lern- und einsatzfreudigen jüngeren aktiven Mitglieder um den im November neu gewählten 1.Kommandanten Alfons Hollweck, den 2. Kommandanten Thomas Krybus und Jugendwart Roland Kolbeck. Sie forcieren die Jugendarbeit, sehen die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeindewehren als Notwendigkeit und ermuntern ihre Kameraden durch beispielhaftes Vorbild zum Besuch von Fortbildungslehrgängen. In einer Sitzung der drei Gemeindewehren stellt Kreisbrandrat Iberer mit deutlichen Worten fest, dass die 10-Minuten-Rettungsfrist durch die Nachbargemeindefeuerwehr Kümmersbruck nicht mehr gewährleistet ist. Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs LF 8/6 mit 600 l Wasser, vier Atemschutzgeräten und einem hydraulischen Rettungssatz muss von der Gemeinde möglichst bald in den Haushalt eingeplant werden. Damit wären die B 85, die Staatsstraße und das Industriegebiet rettungstechnisch abgedeckt. Nach dem erst im Vorjahr fertiggestellten FW-Gerätehaus (Gesamtkosten 435.903 DM, Eigenleistungen durch Hand- und Spanndienste 208.200 DM, Zuschuss 160.000 DM, Restdeckung durch die Gemeinde 67.703 DM) muss sich die Kommune bei einem Preis von 302.668 DM für das Auto mit Spreizer auf einen weiteren gehörigen Batzen von 197.783 DM einstellen. Aber der Gemeinderat mit dem neuen Bürgermeister Albert Gruber kennt seine Pflichtaufgaben und zollt selbstverständlich dem Schutzund Rettungsmotiv der FW den nötigen Respekt. Beim Dorffest 1996 wird das neue Fahrzeug mit schwerem Atemschutz bereits eingeweiht. Die Mehreinnahmen aus einer zwischenzeitlich erfolgten Beitragserhöhung will man für das Auto und die Jugendarbeit verwenden. Die Einsätze speziell bei technischen Hilfeleistungen erhöhen sich sprunghaft. Dies steigert sich noch, als im August 1997 der hydraulische Rettungssatz in Empfang genommen werden kann. „Alles in Butter“ sollte man meinen. Aber dem Bürgermeister sind die steigenden FW-Ausgaben doch allmählich ein Dorn im Auge. Bei der Jahreshauptversammlung am 8. März macht er seinem Unmut darüber Luft und bezeichnet außerdem die Truppe als „Feierabendfeuerwehr“, was verständlicherweise zu einer heftigen Auseinandersetzung führt. Nachdem beide Kommandanten im Frühsommer 1997 ihre Ämter zur Verfügung gestellt hatten, findet am 31.Oktober die Neuwahl statt. Mit Herbert Jäger als bewährtem, langjährigem 1. FW-Kommandanten und dem bisherigen Jugendleiter Roland Kolbeck übernimmt ein Duo die praktische Führungsarbeit, das für Erfahrung und Fortschritt steht. Bei der Jahreshauptversammlung im März 1998 werden mit Gerald Lasser als Gerätewart und Martin Irl als Jugendwart, den Daniel Plata unterstützt, vakante Posten wieder besetzt. Ein Jahr später verzeichnet die FW 38 Einsätze und 23 Übungen. Das Ausbildungsinteresse ist erfreulich gestiegen. In der Brandschutzwoche veranstaltet die FFW Ebermannsdorf mit begleitender Hilfe der Landkreisführungskräfte am 25.September 1999 eine Schauübung, an der sich auch die Feuerwehren Diebis, Pittersberg, Theuern, Kümmersbruck, Haselmühl und Amberg sowie das Rote Kreuz und die Polizei beteiligen. Es wird ein Verkehrsunfall mit Lkw, Pkw, mehreren Verletzten, darunter eine eingeklemmte Person, simuliert, in den später noch ein mit Gefahrengut beladener Lkw verwickelt wird. Eine ähnliche Übung führt die Ebemanns-dorfer Wehr im Juli 2000 zum Sicherheitstag der Schule auf dem Pausenhof durch. Dabei werden den Schülern neben den Hilfs- und Rettungsmaßnahmen bei einem Verkehrsunfall besonders drastisch die Gefahren im Haushalt, wie z.B. das Brennen eines Kochtopfs oder die Verpuffung beim Anzünden eines Gartengrills mit Spiritus demonstriert. Gerade wenn sich junge Leute in ihrer Freizeit freiwillig, unentgeltlich und engagiert einem Gemeinschaftsdienst widmen, muss auch das Gesellschaftsleben im Verein stimmen. Kameradschaftsabende, Jahresausflüge, Kontakte zu befreundeten Feuerwehren, wie Fürstenhausen im Saarland, die Beteiligung an den örtlichen Festen, besonders am alljährlichen Dorffest, wo die FW-Jugend jeweils für den Freitagabend organisatorisch und finanziell verantwortlich zeichnet, sprechen ein deutliches Bild von den Bemühungen der Vorstandschaft, den Mitgliedern und der Öffentlichkeit über den aktiven Dienst hinaus etwas zu bieten. Dies beweist sie auch mit einer Wiederbelebung des Ebermannsdorfer Adventmarktes 2001 und der Feier des 110-jährigen Gründungsfestes am 25. und 26. Mai 2002. Während die Führungsriege mit dem 1. Vorstand Ferdinand Preischl, dem 2. Vorstand Daniel Plata, dem Kassier Josef Beer, dem Schriftführer Andreas Schmidbauer und dem Jugendwart Martin Irl seit März 1999 unverändert blieb, trat bei den Kommandantenwahlen am 27. September 2003 ein Wechsel ein. Für den bisherigen 1. Kommandanten Herbert Jäger, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellte, wurde der 2. Kommandant Roland Kolbeck gewählt. Dessen Nachfolge übernahm Gerald Lasser. Die erste große Bewährungsprobe für die neue Führung der aktiven Wehr ist die 1000 Jahrfeier der Ortschaft Ebermannsdorf. In zahlreichen Besprechungen mit der Gemeinde Ebermannsdorf sowie mit den einzelnen Veranstaltern wurde das Festjahr vorbereitet und geplant. Die sicherheitstechnische Betreuung des Hauptfestwochenendes im Juli 2004 war ein Gewaltakt für die Feuerwehr. Weit über 10.000 Besucher mussten alleine beim historischen Festzug durch den Ort auf diversen Parkplätzen untergebracht werden. Die zügige An- und Abreise der Besucher musste ebenfalls gewährleistet werden. Bei einer Abschlussveranstaltung gab es großes Lob für die Feuerwehren der Gemeinde Ebermannsdorf durch Bürgermeister Albert Gruber. Im Herbst 2004 übernahm man das ausgesonderte Tragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Pittersberg und sonderte das alte Tragkraftspritzenfahrzeug (ehemals TSF der Feuerwehr Diebis) aus.

2005 – 2010 – 5. Abschnitt
Nach dem überrachenden Rücktritt des 2. Kommandanten Gerald Lasser aus beruflichen Gründen, musste im Sommer 2005 ein neuer Stellvertreter gewählt werden. Martin Irl wurde mit großer Mehrheit zum neuen 2. Kommandanten der Feuerwehr Ebermannsdorf gewählt. Um aber den Wahlrythmus einzuhalten wurde die Amtszeit an die restliche Amtszeit des 1. Kommandanten angepasst. Als neuer Jugendwart wurde Johannes Widenbauer bestellt. Ebenfalls im Jahr 2005 wurde eine neue Vereinsführung gewählt. Ferdinand Preischl schied nach fast 25 Jahren als 1. Vorstand aus und übergab sein Amt an Daniel Plata. Zum neuen 2. Vorstand wurde Johannes Widenbauer gewählt. Kassier wurde wieder Josef Beer. Zum neuen Schriftführer wurde Herbert Wagner gewählt. In den darauffolgenden Jahren begann man bei der Feuerwehr über ein Ersatzfahrzeug für das in die Jahre gekommene TSF nachzudenken. Hier hatte man teilweise heftige Diskussionen mit der Gemeinde Ebermannsdorf zu führen, da diese das bei der Feuerwehr Ebermannsdorf befindliche Tragkraftspritzenfahrzeug nur duldete und nicht als offizielles Fahrzeug anerkannte. 2007 wurde mit Kreisbrandrat Franz Iberer und der Gemeinde Ebermannsdorf die Thematik geklärt und seit diesem Zeitpunkt wurde das Fahrzeug als offizielles Fahrzeug bei der Gemeinde geführt. Kurz vor der Kommunalwahl im Herbst 2007 überschlugen sich die Ereignisse. An die Gemeinde wurde eine Anfrage wegen der Errichtung einer Tankstelle im Industriegebiet Schafhof gerichtet. Die Feuerwehr erhielt hierzu von Bürgermeister Gruber den Auftrag abzuklären, was hier für den Brandschutz notwendig wäre. Im Frühjahr 2008 wurden diesbezüglich weitere Gespräche mit der Gemeindeverwaltung geführt und erste Bedenken wegen der vorhandenen Ausstattung angezeigt. Aus Sicht von Verwaltungsleiter Albert Aschenbrenner und Bürgermeister Albert Gruber sicherlich berechtigt aber derzeit stünden bzw. wären für die nächsten Jahre keine finanziellen Mittel eingeplant. Außerdem müsse man den Ausgang der Kommunalwahl abwarten. Ein für die Feuerwehr nicht annehmbares Ergebnis. Es fanden nun Gespräche zwischen Kreisbrandrat Franz Iberer und der Führung der Feuerwehr statt um bei den anstehenden Projekten der Gemeinde Ebermannsdorf als Feuerwehr nicht vergessen zu werden. Es kam die Empfehlung vom Kreisbrandrat ein Fahrzeugkonzept für die Feuerwehr Ebermannsdorf für die nächsten 10 Jahre zu erarbeiten. In Verbindung mit diesem Fahrzeugkonzept soll man außerdem einen Antrag für ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 bei der Gemeinde Ebermannsdorf stellen. Das Konzept wurde von der Feuerwehr erarbeitet nach der Kommunalwahl im Herbst 2008 ein Antrag auf Erwerb eines HLF 20/16 beim Gemeinderat eingereicht. Die Gemeinderatsitzung war für die Feuerwehr niederschmetternd. Von Seiten der CSU waren noch zu viele Punkte ungeklärt. Diese sollten von der Verwaltung erst einmal geklärt werden. Von Seiten der Freien Wähler sowie der SPD war man strikt gegen eine Neubeschaffung. Erstens hab man ein ausreichendes Fahrzeug am Standort Ebermannsdorf, zweitens sind die umliegenden Feuerwehren bestens ausgestattet und drittens wären die Kosten unvertretbar gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Ebermannsdorf. Wenn dann könnte man sich allenfalls um ein gebrauchtes Fahrzeug bemühen. Die Angeführten Punkte und Bedenken der Feuerwehr Ebermannsdorf wurden von den Freien Wählern und der SPD nicht mal berücksichtigt. Im Sommer 2008 begannen die Planungen und Vorbereitungen für den Florianstag, welcher im Jahr 2009 in Ebermannsdorf stattfinden soll. Erschwert wurden die Arbeiten durch den unerwarteten Rücktritt vom 2. Vorstand Johannes Widenbauer. Die anstehenden Arbeiten mussten zunehmend vom 1. Kommandanten Roland Kolbeck und 1. Vorstand Daniel Plata übernommen werden, um dennoch eine saubere Planung und Organisation zu erhalten. Nebenbei wurden die offenen Punkte zur Beschaffung des geplanten HLF 20/16 noch abgeklärt. Zu diesem Grund wurde ein Gremium bei der Feuerwehr Ebermannsdorf unter der Leitung des 1. Kommandanten Roland Kolbeck gegründet. Von Seiten der Feuerwehr blieb man bei dem Wunsch ein HLF 20/16 zu beschaffen. Der Supergau war dann die Jahreshauptversammlung im März 2009. Hier sollte eigentlich ein neuer 2. Vorstand gewählt werden, als am Abend vor der Generalversammlung per SMS der 1. Vorstand Daniel Plata seinen sofortigen Rücktritt von diesem Amt an den 1. Kommandanten Roland Kolbeck mitteilte. Die Feuerwehr war somit fast Handlungsunfähig. In der fristgerecht geladenen Versammlung informierte 1. Kommandant Roland Kolbeck die Anwesenden über di aktuelle Situation. In einer Abstimmung wurde beschlossen, dass die Versammlung stattfinden soll und durch den Ehrenvorstand Ferdinand Preischl geleitet werden soll. Die Neuwahl des 2. Vorstands wurde von der Tagesordnung gestrichen. Als kommissarischer Vorstand wurde 1. Kommandant Roland Kolbeck durch die Versammlung bestellt. Es wurde beschlossen, dass innerhalb von vier Wochen eine neue Versammlung einberufen wird. In dieser sollen dann sowohl ein neuer 1. als auch ein neuer 2. Vorstand gewählt werden. In den nächsten Tagen und Wochen fanden verschiedene Gespräche mit möglichen Kandidaten statt. In der einberufenen Sitzung konnten dann zum neuen 1. Vorstand Michal Holzschuh und zum neuen 2. Vorstand Thomas Krybus gewählt werden. Die Amtszeit des 1. und 2. Vorstands wurde an die Amtszeit des Kassiers und Schriftführers angepasst. Im Sommer 2009 wurde das Thema HLF 20/16 nochmals aufgerufen. Die offenen Punkte wurden weitestgehend durch die Feuerwehr Ebermannsdorf oder die Verwaltung abgeklärt. Mit der Mehrheit der CSU und dem fraktionslosen Gemeinderat Franz Elsner wurde dann beschlossen, das man ein HLF 20/16 für die Feuerwehr Ebermannsdorf beschaffen werde, sofern der beantragte Zuschuss durch das Land Bayern und den Landkreis Amberg – Sulzbach gewährt wird. Nun konnte man mit den ersten Vorarbeiten für die notwendige europaweite Ausschreibung beginnen. Zu diesem Zweck wurde auch eine fachlich kompetente Firma mit ins Boot genommen, um hier keinen Verfahrensfehler zu begehen. Im Juli 2009 wurden auch die beiden Kommandanten der Feuerwehr Ebermannsdorf turnusmäßig neu gewählt. Roland Kolbeck als 1. Kommandant und Martin Irl als 2. Kommandant wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zum Gerätewart wurde wieder Josef Beer bestellt. Jugendwart wurde Marie Gilch und zum Atemschutzbeauftragten wurde Gerhard Hügel bestellt. Im September 2009 wurde von der Regierung der Oberpfalz mitgeteilt, dass man vom Land Bayern den beantragten Zuschuss in Höhe von 95.000,-- € erhalten werden. Die Entscheidung vom Landkreis lies noch auf sich warten. Im Januar 2010 wurde die Ausschreibung Veröffentlicht und im März 2010 fand dann die Submission statt. Das Ergebnis des wirtschaftlichsten Angebots war ein MAN Grundfahrgestell und ein Aufbau der Firma Rosenbauer Deutschland, Modellreihe ES. Ein für die Feuerwehr sehr akzeptables Ergebnis. In der Gemeinderatssitzung im Mai 2010 wurde dies so auch durch den Gemeinderat Ebermannsdorf beschlossen. Wiederum mit den Stimmen der CSU und des fraktionslosen Gemeinderat Franz Elsner. Die Freien Wähler und die SPD stimmten wiederum gegen die Beschaffung. Bereits im Juli 2010 fand die erste Besprechung mit der Firma Rosenbauer in Luckenwalde statt. In einer anstrengenden Arbeitssitzung wurde ein „Scheinfahrzeug“ geplant um die weiteren Detailplanungen machen zu können. Die Vorstellungen der Feuerwehr Ebermannsdorf hatte man sich bei zahlreichen Fahrzeugbesichtigungen in den zurückliegenden zwei Jahren angeeignet. In den folgenden Wochen und Monate waren gab es fast tagtäglich Kontakt zum Fahrzeugaufbauer, zum Ausrüstungslieferanten, zur Gemeindeverwaltung, zum Fahrgestelllieferanten und zum Planungsteam der Feuerwehr Ebermannsdorf.

2011 – heute – 6. Abschnitt
Der Endspurt für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug begann dann im Januar 2011 mit der Anlieferung der ersten Ausrüstungsgegenständer der Feuerwehr Ebermannsdorf beim Zubehörlieferanten der Firma Feuerschutz Ludwig. Im März 2011 fand die Generalversammlung der Feuerwehr statt. Hier wurde die komplette Vorstandschaft neu gewählt. Die Personen wurden alle in ihren Ämtern bestätigt. Das Ergebnis lautete am Schluss: 1. Vorstand Michael Holzschuh, 2. Vorstand Thomas Krybus, Kassier Josef Beer, Schriftführer Herbert Wagner. Ebenfalls im März 2011 fand im Rosenbauerwerk in Luckenwalde die Rohbaubesprechung direkt am fast fertigen Fahrzeug statt. Hier wurde nochmals jedes geplante Detail in Theorie und Praxis durchgesprochen und man konnte sich ein Bild vom Baufortschritt machen. In dieser Besprechung wurde auch festgelegt, dass das Fahrzeug am 30. April 2011 fertig wäre und von der Feuerwehr übernommen werden könnte. Die Feuerwehr wird zu diesem Zweck am 02. Und 03. Mai 2011 ins Werk hochfahren und sich auf das neue Fahrzeug bzw. die neue Technik einweisen lassen. Die Überführung zum Standort Ebermannsdorf erfolgt am 03. Mai 2011 und es wird einen gebührenden Empfang durch die Feuerwehr, die Gemeinde und die Bevölkerung geben. Die Wochen vor dem 02. Mai standen ganz im Zeichen neues Feuerwehrauto. Die Feuerzeughallen wurden neu gestrichen, die Heizungsrohre wurden endlich isoliert und danach alles gründlich gereinigt. Am 02. Mai 2011 ging es dann in aller Früh zum Rosenbauerwerk nach Luckenwalde bei Berlin auf. Hier konnte man das neue und fertig gestellte Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 nach knapp 10 Monaten Bauzeit übernehmen. Gegen halb neun traf man dann im Werk in Luckenwalde ein. Um die Anspannung noch ein wenig zu erhöhen ging es mit dem Projektleiter Herrn Wolfgang Walther zuerst in die Werkskantine zum Frühstücken. Im Anschluss war es dann soweit der erste Blick auf das fertige Fahrzeug. Das lange Warten hatte ein Ende. Der erste Eindruck war überwältigend. Bevor man aber die Heimreise antreten konnte musste das Fahrzeug, die Beladung und die Verarbeitung kontrolliert und ausprobiert werden. Die dabei festgestellten Mängel oder Beanstandungen wurden protokolliert und durch die Mitarbeiter der Firma Rosenbauer geändert bzw. beseitigt. Um das Fahrzeug auch effektiv bedienen zu können wurden die acht Männer in einer Werksschulung theoretisch und praktisch auf die verbaute Technik bzw. die neuen Gerätschaften eingewiesen um diese auch einsetzen zu können. Den Abend nutzen die Feuerwehrkameraden zu einem kulturellen Besuch der Bundeshauptstadt Berlin. Am darauffolgenden Tag musste noch der notwendige Papierkram erledigt werden, die beseitigten Beanstandungen wurden nochmals überprüft und dann ging es schon mit dem neuen Fahrzeug auf die fast fünfstündige Fahrt nach Ebermannsdorf. In Ebermannsdorf wurde man vom Bürgermeister Josef Gilch bei der Hofmannkapelle in Empfang genommen. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch die Jugendblaskapelle St. Konrad Ebermannsdorf. In einem kleinen Festzug wurde das neue Fahrzeug zum Gerätehaus geleitet wo die Bevölkerung bereits gespannt wartete. Im Juli 2011 erhielt das Fahrzeug seinen kirchlichen Segen und wurde offiziell in Dienst gestellt.

 

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